Christian Ridil, geboren 1943 in Breslau, erhielt am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen eine gründliche schulische und musikalische Ausbildung (Klavier, Violine, Gesang, Harmonielehre). Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München Schulmusik und Komposition bei Günter Bialas sowie Musikwissenschaft an der Universität Augsburg.
Nach vierzehn Jahren gymnasialer Lehrtätigkeit in Neusäß/Augsburg wurde Christian Ridil an die Goethe-Universität Frankfurt/Main berufen. Dort lehrte er am Musikwissenschaftlichen Institut bis zur Emeritierung 2011 und leitete die universitäts-eigenen Chöre und Orchester. Im Studienjahr 1992/93 unterrichtete Ridil als Austausch-Professor am Trenton State College, New Jersey (USA). 1994 erfolgte die Ernennung zum Universitätsmusikdirektor, 2010 die Ehrenpromotion zum Dr. phil.
Als Leiter des von ihm 1976 mitbegründeten Augsburger Vokalensembles wie auch des Kammerchores der Goethe-Universität Frankfurt (1987) wurde Christian Ridil durch Konzertreisen und mediale Produktionen (TV, Radio, Schallplatten, CDs) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Für sein umfangreiches kompositorisches Schaffen wurde Ridil mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Es umfasst auch mehrere Auftragswerke wie etwa den Psalm 23 von 2008 anlässlich des 25-jährigen Bischofjubiläums von Kardinal Lehmann in Mainz. Ridils Orchester- und Kammermusikwerke werden im In- und Ausland aufgeführt, untere anderem von Mitgliedern des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Ensemble Modern, des Opernhaus- und Museumsorchesters Frankfurt, des Leipziger Sinfonieorchesters und des Nationalen Sinfonieorchesters des Polnischen Rundfunks.
Ridils Chorwerke gehören zum Repertoire vieler Vokalensembles. So werden seine Motetten, Choralkantaten und weltliche Vokalmusik unter anderem von den Domchören in Mainz und Regensburg, dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden aufgeführt. Beim Deutschen Chorwettbewerb 2023 wählte die Jury ein Werk für Männerchor von Ridil als Pflichtstück aus.
2013 wurde eine CD mit einer Auswahl von Christian Ridils Werken für Orgel solo, Orgel und Oboe bzw. Trompete produziert. 2018 erschien eine CD mit geistlichen und weltlichen Chorwerken unter der Leitung von Stephan Lennig und dem Hochschulchor Dresden, 2020 eine CD mit Männerchören und Sololiedern mit der Camerata Musica Limburg unter Jan Schumacher bei GENUIN classics. Beim gleichen Label erschien 2021 eine CD mit Kammermusik, aufgenommen mit Musiker*innen des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Im Frühjahr 2022 folgte Volume 2 der Kammermusik, u.a. mit dem Streichquartett "Sisifo", das vom Eliotquartett interpretiert wurde. Im Herbst 2022 und 2023 nahm das Leipziger Sinfonieorchester mehrere Orchesterwerke von Christian Ridil auf, darunter das Fagottkonzert - Solist Rainer Seidel - und das Flötenkonzert - Solist Jens Josef - sowie die Ersteinspielung der 1. Sinfonie. Die Leitung der Aufnahmen hatte Robbert van Steijn, die CD ist 2024 bei GENUIN erscheinen. 2025 hat das Ensemble modern Frankfurt/Main weitere Kammermusikwerke von Christian Ridil aufgenommen.
Ridils Werke sind bei namhaften Verlagen erschienen. Sein Werkverzeichnis findet sich auf www.christianridil.de. Hörbeispiele und Noten finden sich auf www.schmeck-wingerter.de; CD-Ausschnitte, Rezensionen und Rundfunkbeiträge u.a. auf www.genuin.de/_new/artist_1.php?k=852
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