Universitätsmusikdirektor i.R.

     
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Seminarreihe Musikgeschichte


Missa pro defunctis
Die Entwicklung der lateinischen Totenmesse
Die Entwicklung der abendländischen Musik findet zunehmend das Interesse von Menschen, die nicht beruflich mit Musik befasst sind. Lange standen Werke eines eingeschränkten Zeitraums, etwa vom Barock bis zum Ende der tonalen Musik, im Vordergrund. Aber auch die Tonkunst der vorbarocken Epochen und der zeit-genössischen Musik stößt in der gegenwärtigen Musikforschung und in unübersehbar vielen Editionen auf ein breites Echo.
Die Reihe „Musikgeschichte” will nicht nur die Werke einzelner Künstler oder Epochen in ihrer Gesamtheit beleuchten, sondern auch spezifische Gattungen, etwa die Formen der Kammermusik (Streichquartett, Klaviertrio), die Entwicklung des Oratoriums oder der Oper. Die Themen richten sich an einen musikalisch interessierten und aufge-schlossenen Teilnehmerkreis ohne besondere Vorkenntnisse.

Missa pro defunctis
Die Entwicklung der lateinischen Totenmesse
Unter den Formen der ein- und mehrstimmigen Kirchenmusik kommt dem Requiem eine besondere Bedeutung zu. Dabei zählt die lateinische Totenmesse mit weit über 300 Vertonungen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert zu den wichtigsten Erscheinungen der Gattung Kirchenmusik. Die Missa pro defunctis geriet vielfach über ihre liturgische Funktion hinaus zu einer höchst persönlichen Auseinandersetzung des Komponisten mit den „letzten Dingen” (Tod, Himmel, Hölle, Fegefeuer).
Das Seminar bietet einen musikhistorischen Überblick über die Entwicklung der lateinischen Totenmesse vom Mittelalter bis in die jüngste Zeit. Ergänzend dazu werden Beispiele protestantischer Totenmusik (etwa Heinrich Schütz: „Musikalische Exequien”) wie auch Sonderformen (beispielsweise „Ein Deutsches Requiem” von Johannes Brahms) mitberücksichtigt.
Zahlreiche Hörbeispiele, u.a. ein längerer Abschnitt aus Giuseppe Verdis „Messa da Requiem”, werden dieses Seminar klanglich begleiten und zur Vertiefung der Thematik beitragen.

 
 

 

Der Tagungsort

 
 Schwabenakademie Irsee
Im Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum
Kloster Irsee
Klosterring 4
87660 Irsee


Freitag bis Sonntag
12. – 14. Dezember 2003 Beginn 18.30 Uhr
mit dem Abendessen
Ende ca. 12.30 Uhr
mit dem Mittagessen

Referent
Christian Ridil